World Games: Duisburger erleben goldene Zeiten in China

Ende Juli schaute Mirko Günther noch bei der Medaillenvergabe zu. Der Leiter der Duisburger Regattabahn sah die Ruder-Wettkämpfe bei den FISU World University Games in seiner Heimatstadt. Von der Tribüne aus verfolgte er die Siegerehrung.

Nun war Mirko Günther mittendrin: Er reiste als Bundestrainer mit den deutschen Kanupolo-Frauen zu den World Games nach Chengdu. Im Jianyang Cultural and Sports Centre Natatorium schaffte es der Mitfavorit ins Finale – und erteilte dort Neuseeland beim 4:0 eine Lehrstunde.

Kanupolo: Katharin Grünewald beste Torschützin im Turnier

Zum Gold-Team gehörte auch Katharin Grünewald. Die 21-Jährige kennt Mirko Günther vom 1. Meidericher Kanuclub. Katharin Grünewald tritt für das Team vom Rhein-Herne-Kanal in der Frauen-Bundesliga an. In China war sie mit neun Treffer die beste Torschützin im Turnier.

Und auch die Männer landeten einen Gold-Coup – dank Duisburger Beteiligung. Sie verteidigten ihren Titel erfolgreich. Das Finale bei den World Games – das Olympia der nicht-olympischen Sportarten – gewann die deutsche Auswahl mit 3:1 gegen Italien.

Tim Riecke aus Duisburg bringt sein Team auf Gold-Kurs

Als Bundestrainer war Björn Zirotzki im Einsatz. Der Duisburger hat gemeinsam mit seinem Kumpel Mirko Günther den Kanupolo-Sport in Deutschland geprägt. Auch Björn Zirotzki konnte sich auf Unterstützung aus Meiderich verlassen. Tim Riecke erzielte im Endspiel der World Games das 1:0. Er bejubelte am Ende den Erfolg gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Erik Beukenbusch.

„Wir hatten einige Stolpersteine zu bewältigen, aber im Endeffekt ist das eine richtige Supersache“, sagte Mirko Günther in Chengdu, „wir wussten, dass es nur über die Defensive geht, da steckt wahnsinnig viel Arbeit drin.“ Björn Zirotzki erklärte: „Wir haben von Anfang bis Ende super gearbeitet, verdient und souverän gewonnen. Das ist der Lohn für die vergangenen Jahre.“    

Kanupolo-WM: Mirko Günther hat 2026 ein Heimspiel

Das Kanupolo-Großereignis im Jahr 2026 ist für die Bundestrainer dann ein Heimspiel. Die SPORTSTADT DUISBURG richtet vom 15. bis zum 20. September die Kanupolo-Weltmeisterschaften aus. Schauplatz der Wettkämpfe ist die Regattabahn. „Auf das Turnier an meinem Arbeitsplatz“, sagte Mirko Günther zuletzt, „freue ich mich jetzt schon.“

Die Erfolge in Chengdu dürften auch Auswirkungen auf die Sportlerwahlen in Duisburg haben. Björn Zirotzki, Erik Beukenbusch und Katharin Grünewald stehen auf der Nominierungsliste. Und auch Max Milde darf sich Hoffnungen machen, nach 2023 und 2024 wieder die Trophäe für Duisburgs Sportler des Jahres zu holen.

Wakeboarder Max Milde erweitert Medaillensammlung

Der Wakeboarder startete auch bei den World Games in Chengdu. Und Max Milde bewies, dass er zu den Topsportlern in der Cable-Disziplin gehört. Er landete hinter dem Franzosen Loic Deschaux auf Platz zwei. Damit darf sich der vierfache Europameister und Weltmeister von 2022 nun auch Silbermedaillen-Gewinner bei den World Games nennen

Grenzenloser Jubel: Die deutsche Kanupolo-Mannschaft verteidigte ihren Titel bei den World Games in Chengdu. Foto (oben): Xinhua / Chen Zhenhai

Spektakuläre Fahrt: Max Milde aus Duisburg gewann Silber im Cable-Wakeboard. Foto: Xinhua / Bei He 

Katharin Grünewald vom 1. Meidericher Kanuclub warf im Turnierverlauf neun Tore – und gewann am Ende Gold. Foto: Xinhua / Chen Zhenhai