Internationaler Wasserball kehrt zurück in die SPORTSTADT DUISBURG

Für Philipp Dolff wird das kommende Wasserball-Länderspiel zu einem besonderen Abend. Am 25. Juni empfängt die deutsche Nationalmannschaft die Niederlande – und der 28-Jährige spielt dabei im Becken seines Vereins. „Das ist für mich natürlich eine besondere Partie“, sagt der Nationalspieler des ASC Duisburg.

Vor einem Jahr erlebte Dolff an gleicher Stelle einen Höhepunkt in der Zuschauerrolle. Die Anlage des ASC Duisburg war bei den FISU World University Games Schauplatz der Wasserball-Wettbewerbe. Weil Dolff die Altersgrenze für die Studierenden-Weltspiele bereits überschritten hatte, verfolgte er die Partien von der Tribüne aus. Er war auch Zuschauer beim Spiel um Bronze. Deutschland setzte sich in einem Penalty-Krimi gegen Ungarn durch und sicherte sich die Medaille. „Ich habe mit meinen Kollegen gelitten – und mich am Ende für sie gefreut“, erinnert sich Dolff.

Wasserball: Über den ASC Duisburg ins Nationalteam

Nun steht der Duisburger Bundesligaspieler wieder selbst im Mittelpunkt. Seit seinem Wechsel zum ASC im Jahr 2021 hat sich der gebürtige Niedersachse zu einer festen Größe in der Nationalmannschaft entwickelt. „Dem Verein habe ich sehr viel zu verdanken“, sagt Dolff. „Erst nach meinem Wechsel ins Ruhrgebiet bin ich Nationalspieler geworden.“ Zeitweise führte er die deutsche Auswahl sogar als Kapitän aufs Feld.

Unter Bundestrainer Aleksandar Radovic gehört Dolff heute zu den erfahrenen Spielern im Team. Selbstvertrauen gab dem Team das erste Duell mit den Niederlanden – besonders die Leistungssteigerung. Bei einem Testspiel im Nachbarland lag Deutschland zur Halbzeit noch mit 4:9 zurück, drehte die Partie aber eindrucksvoll und gewann am Ende mit 14:12.

Dolff hofft auf lautstarke Unterstützung

Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Wiedersehen in Duisburg. Dolff hofft auf lautstarke Unterstützung von den Rängen: „Es wäre super, wenn viele Zuschauer zur Anlage kommen, um uns anzufeuern.“

Nach dem Länderspiel verabschiedet sich die Nationalmannschaft in die Sommerpause. Anfang 2027 startet dann die Qualifikation für die Europameisterschaft in Budapest. „Zuletzt haben wir einige große Turniere verpasst, jetzt wollen wir wieder dabei sein“, sagt Dolff.

Olympia mit Wasserball in Duisburg geplant

Dass in seiner Wahlheimat die Sportart Wasserball einen hohen Stellenwert hat, zeigte nicht zuletzt eine Meldung zu den Olympischen Spielen. Die Region Rhein-Ruhr möchte 2036, 2040 oder 2044 das Fünf-Ringe-Spektakel ausrichten. In der Bewerbung war Duisburg als Ausrichter der Medaillenkämpfe im Kanu, Rudern und Sportklettern vorgesehen. Nun ist eine weitere Sportart im Gespräch. „Die Wettbewerbe im Wasserball sollen am international erprobten Wasserball-Standort Duisburg im Landschaftspark Duisburg-Nord statt in Wuppertal stattfinden“, teilte die Initiative Sportland.NRW jüngst mit.

So könnte es passieren, dass in wenigen Jahren auf Fernsehschirmen auf der ganzen Welt Duisburgs imposante Industriekulisse zu sehen ist. Philipp Dolff wird Olympia in Duisburg wohl nicht mehr als Leistungssportler erleben. Als Fan auf der Tribüne wird er sich so ein Highlight aber nicht entgehen lassen.

Philipp Dolff gehört zu den Leistungsträgern der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft. Foto: Carsten Trebuth

Bei den FISU World University Games war Duisburg der Schauplatz der Wasserball-Wettbewerbe. Foto: Eugen Shkolnikov / SPORTSTADT DUISBURG