Max Milde: Weltmeister im Wakeboard und schon nächstes Gold im Blick
Max Milde hatte seine Goldfahrt gerade beendet, als die große Prüfung auf ihn wartete. „Die Dopingkontrolle hat sich endlos gezogen“, berichtet das Wakeboard-Ass aus der SPORTSTADT DUISBURG. Nach drei Stunden konnte er seine Probe abgeben. Natürlich fiel sie negativ aus. Kurz darauf musste er seinen Rückflug nehmen – von der chinesischen Metropole Peking zurück nach Deutschland.
Für eine Party am Sonntagabend war der 24-Jährige zu müde, es reichte aber noch zu einem gemeinsamen Essen mit Familie und der Freundin. „Am Montag habe ich dann mit meinen Freunden gefeiert“, erzählt Max Milde. „Schließlich habe ich was Besonderes erreicht.“ In Peking gewann er zum zweiten Mal in seiner Karriere den Weltmeister-Titel in der Klasse Open Men.
Wakeboard-Ass stellte die Vorbereitung um
Max Milde hatte mit seinem Team die Vorbereitung umgestellt. „Wir sind schon ein paar Wochen vor dem Wettkampf zum Training nach China geflogen“, erzählt der Duisburger. So lernte er die Umgebung kennen. Auf dem Gelände ging es 2008 noch um olympische Medaillen im Kanusport und Rudern. „Die Anlage hat mir echt zugesagt“, sagt Max Milde. „Ich habe mich sehr auf den Wettkampf gefreut.“
Nach dem Trainingstagen ging es zurück nach Deutschland. Mitte August reiste Milde wieder nach Fernost – mit großen Titelambitionen. Dass zwischendurch der Rücken zwickte, war für den Sportler halb so wild. „Ich hatte in meiner Karriere schon mit schwerwiegenderen Verletzungen zu kämpfen“, sagt er. Wie 2022, als er mit einem Muskelbündelriss zur WM reiste und gewann.
Gold im Einzel, Silber mit der deutschen Mannschaft
Nun wollte er sich den Titel ein zweites Mal holen. Und in China lief es perfekt. Max Milde erzielte Bestwerte in der Qualifikation und im Halbfinale. Die Jury gab ihm auch für den Endlauf die höchste Punktzahl. Somit war Milde wieder Weltmeister. Und eine Silbermedaille für Platz zwei mit Deutschland in der Teamwertung packte er auch noch in den Reisekoffer.
Nach einer kleinen Pause bereitet sich der Weltmeister nun auf die Europameisterschaft im belgischen Knokke-Heist vor. Bei den kontinentalen Titelkämpfen, die am 30. September beginnen, ist Milde wieder Favorit. Er möchte zum sechsten Mal in seiner Karriere Europameister werden.
Mit Freunden und Trainern eine App entwickelt
Auch abseits des Wassers ist bei Max Milde viel in Bewegung: Der Sportsoldat baut mit seinem Teamkollegen und Freund Florian Weirather sowie zwei Trainern derzeit ein kleines Unternehmen auf. Die Geschäftspartner entwickeln gemeinsam die App „Podya“, die 2027 auf den Markt kommen soll. „Das ist eine Plattform, mit der Vereine, Verbände und Olympiastützpunkte ihre Trainingspläne entwickeln und verwalten können“, erklärt Max Milde.
Ans Karriereende denkt „Mad Max“, so lautet sein Künstlername aber noch nicht. 2029 ist Karlsruhe der Gastgeber der World Games. Der Titel fehlt Max Milde noch in seiner Sammlung. „Mein Ziel ist es“, sagt er, „auch dort Gold zu holen.“
Max Milde zeigte in Peking spektakuläre Fahrten und sicherte sich deshalb die Goldmedaille. Foto: privat