American Football: Für Rhein Fire geht’s jetzt um die Play-offs
Als Quarterback Chad Jeffries umrahmt von seinen Teamkollegen auf die Knie geht, springen die Fans der Rhein Fire auf und jubeln. Die sogenannte „Victory Formation“ bedeutet im American Football, dass das Spiel entschieden ist. Die letzten Sekunden verrinnen. Nach dem Spielende steigt der Lautstärkepegel auf der Tribüne noch einmal. Mit dem Party-Song „Links, rechts“ der „Snollebollekes“ feiern die Fans den Sieg gegen die Raiders Tirol.
Der Endstand von 34:24 stand auf der Anzeigetafel in der Schauinsland-Reisen-Arena. Damit ist das Team aus Duisburg in der European League of Football (ELF) auf Kurs. Die Qualifikation für die Play-offs hat die Mannschaft von Head Coach Richard Kent weiterhin in der eigenen Hand.
Rhein Fire: Ein Sieg fehlt bis zur K.o.-Runde
Die Rechnung ist einfach: Gewinnt Rhein Fire am Sonntag (17. August) gegen Nordic Storm aus Kopenhagen, sind die Duisburger in der K.o-Runde. Die alles entscheidende Partie beginnt um 16.25 Uhr. Kinder und Jugendliche haben mit einem Ferienpass der Stadt Duisburg freien Eintritt. Bereits um 13 Uhr startet die große Fire-Party an der Schauinsland-Reisen-Arena.
Der Meister der Jahre 2023 und 2024 setzt im Duell mit den Dänen auf seinen Heimvorteil. Defensivspieler Chauncey Moore lobte das Publikum nach dem Sieg gegen die Raiders. „Unsere Fans sind in dieser Liga einzigartig“, sagte der US-Amerikaner und ergänzte: „Sie geben uns einen Schub, bringen Energie, und ich weiß, sie bringen die Gegner aus dem Konzept.“
Sollte Rhein Fire gegen Nordic Storm erfolgreich Revanche für die Niederlage im Juli nehmen, spielen sie in der darauffolgenden Woche in der Wild-Card-Runde. Am 23. oder 24. August hätte der Titelverteidiger definitiv ein Auswärtsspiel. Nordic Storm oder Stuttgart Surge, Endspielgegner von 2023, wären mögliche Gegner.
Niklas Rosien hospitiert bei den Seattle Seahawks
Niklas Rosien hatte das jüngste Heimspiel seiner Mannschaft noch aus der Ferne verfolgt. Der leitende Physiotherapeut von Rhein Fire hospitiert aktuell bei den Seattle Seahawks. Bei dem NFL-Team bildet sich der Sport- und Fitnesskaufmann weiter. Vor dem Spiel gegen die Tirol Raiders meldete er sich mit einer Videobotschaft bei Fans und dem Team.
„Ich hoffe natürlich, so viel wie möglich zu sehen und mitnehmen zu können“, sagte Rosien vor der Abreise zum Kooperationspartner aus den USA. Am 17. August kehrt er in den frühen Morgenstunden zurück. Rosien denkt aber nicht daran, sich dann erstmal vom Jetlag zu erholen. Er möchte an der Seitenlinie stehen und seinen Beitrag zum Einzug in die Play-offs leisten.
Foto: Daniel Elke
Niklas Rosien hospitiert derzeit bei den Seattle Seahawks in den USA. Foto: Rhein Fire