Olympiaheld Bernd Gröne startet bei „Duisburg Steel“ auf seinem Stahlrad
Auf einem Stahlrahmen-Fahrrad erklomm Bernd Gröne die Berge beim Giro d’Italia. Er fuhr über das Kopfsteinpflaster beim Eintagesrennen Paris-Roubaix. Und der gebürtige Recklinghäuser landete einen großen Coup in Seoul. Beim olympischen Straßenrennen 1988 in der südkoreanischen Hauptstadt gewann er Silber.
Heute setzen sich die Profiradsportler auf Hightech-Boliden aus Carbon. Bernd Gröne schwört aber weiterhin auf Stahl. Mit seinem Eddy-Merckx-Rennrad aus dem Jahr 1995 nimmt der 63-Jährige an der Classic-Bike-Tour „Duisburg Steel“ teil – und ist das Gesicht eines kleinen Jubiläums.
Duisburg Steel mit fünfter Auflage am 30. Mai
Am Samstag, 30. Mai, fällt der Startschuss zur fünften Auflage. Die Veranstalter der Duisburg Kontor GmbH verzeichnen seit Jahren steigende Teilnahmezahlen. Der Kartenvorverkauf für den Samstag nach Pfingsten läuft.
Bernd Gröne feierte im Vorjahr seine Premiere bei „Duisburg Steel“. Mit rund 270 Teilnehmenden startete er vom Landschaftspark Duisburg-Nord seine Runde durchs Ruhrgebiet. „Das war ein so tolles Erlebnis, deshalb habe ich direkt für die nächste Veranstaltung zugesagt“, erzählt der langjährige Fahrer des Teams Telekom. Für „Duisburg Steel“ holt er sein altes Trikot mit den magentafarbenen Ärmeln aus dem Schrank.
Von den Denkmälern der Industriegeschichte zu den grünen Rheinauen
Gröne gehörte jahrelang zur nationalen Spitze im Radsport. Doch bei „Duisburg Steel“ geht es nicht um sportliche Topleistungen. „Ich freue mich darauf, mit Gleichgesinnten die tolle Strecke zu erkunden“, sagt Gröne. „Das ist schon der Hammer. Zunächst geht es an den Denkmälern der Industriegeschichte vorbei und kurz darauf fahren wir an den grünen Rheinauen entlang.“
Bei „Duisburg Steel“ bleibt auch Zeit zum Schwelgen in Erinnerungen. „Für mich ist die Veranstaltung auch eine Reise in die Vergangenheit“, erzählt Gröne. „Ich sehe unterwegs Räder-Marken aus meiner Kindheit und Jugend.“ Namen wie Colnago, Gazelle, Hugo Rickert oder Krautscheid stehen für ihn für Nostalgie.
Die „Stiftung Kinderherz“ ist als Charity-Partner dabei
Der Radsport-Held von Seoul fährt auch für den guten Zweck durch die SPORTSTADT DUISBURG. Gröne arbeitet für die „Stiftung Kinderherz“. Die Organisation ist in diesem Jahr der Charity-Partner bei „Duisburg Steel“.
Für die Jubiläumsausgabe stehen erneut drei Routen zur Auswahl. Im Programm ist neben den 50- und 100-Kilometer-Runden auch wieder die „Halden-Trilogie“ mit drei sportlichen Auffahrten. Von den Halden Rheinpreußen in Moers-Meerbeck, Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn und Pattberg in Moers-Repelen eröffnen sich den Teilnehmenden spektakuläre Panoramablicke über Ruhrgebiet und Niederrhein.
Aussteller aus der Fahradbranche im Landschaftspark Duisburg-Nord
Zu „Duisburg Steel“ gehört auch ein buntes Rahmenprogramm samt „After-Event-Chill-Out“ am Abend: Aussteller aus der Fahrradbranche präsentieren Retro-Bikes, Radsport-Kleidung und Werkzeug-Neuheiten. Dazu gibt es Musik, Snacks und Getränke sowie reichlich Gelegenheit zum Fachsimpeln. Außerdem steht der Original-Citröen, den Kult-Kommissar Horst Schimanski im ARD-Tatort fuhr, auf der Ausstellungsfläche im Landschaftspark Duisburg-Nord.
Wer sich bereits im Vorfeld mit passenden Accessoires eindecken will, findet unter anderem Radsport-Trikots und Shirts im „Duisburg Steel“-Look, Tassen und Musette-Taschen im Online-Shop. „Das wird ein super Event“, sagt Bernd Gröne. „Wer noch ein altes Stahlrad im Keller oder der Garage stehen hat, sollte sich unbedingt anmelden.“
Bernd Gröne fährt am 30. Mai mit seinem Team-Telekom-Trikot durch den Landschaftspark Duisburg-Nord. Foto: Eugen Shkolnikov / SPORTSTADT DUISBURG