Vizemeister im Fußball: NRW-Sportschule Duisburg feiert in Berlin
Als Behlül Demirhan den Ball ins Tor köpfte, ertönte lauter Jubel am Spielfeldrand. Trainer, Ersatzspieler und die mitgereisten Fans feierten den Führungstreffer der NRW-Sportschule Duisburg.
In der zweiten Halbzeit setzte Alican Sabanci noch einen drauf. Sein Solo führte zum 2:0 gegen Brandenburg und ebnete seinem Team den Weg ins Endspiel beim Bundesfinale des Sportevents „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“.
NRW-Sportschule Duisburg: Stolz aus Berlin zurückgekehrt
Dort unterlagen die Fußballer aus dem Ruhrgebiet zwar der Auswahl aus Sachsen-Anhalt. Die Enttäuschung über die 0:2-Niederlage wich aber schnell Stolz über das Erreichte. Die NRW-Sportschule Duisburg trat die Rückreise aus Berlin schließlich als Deutscher Vizemeister an.
Allein die Qualifikation war schon ein großer Erfolg. Alle 16 Bundesländer stellten beim U18-Fußballturnier jeweils einen Teilnehmer. Im Frühsommer hatten sich die Duisburger das Ticket für Berlin über den Sieg beim Landesfinale verdient.
Gegen Nachwuchsteams von Profiklubs gespielt
„Jetzt wollen wir Deutscher Meister werden“, sagte Innenverteidiger Behlül Demirhan vor der Abfahrt in die Hauptstadt. Doch die Konkurrenz war stark. „Viele der Schulteams sind teilweise Nachwuchsmannschaften von Profiklubs und können sich deshalb besser einspielen“, erklärt Trainer Sebastian Keil. „Unsere Spieler stammen hingegen aus unterschiedlichen Vereinen.“
Trotzdem wollte der Sportlehrer der Gesamtschule Meiderich, der am Standort auch Koordinator der NRW-Sportschule Duisburg ist, mit seinem Team beim Bundesfinale für Furore sorgen. Und das gelang: Die Vorrunde beendeten die Duisburger auf Platz zwei – und qualifizierten sich somit für das Viertelfinale.
Viertelfinal-Krimi im Berliner Olympiapark
Das anschließende Duell im Olympiapark entwickelte sich zu einem echten Krimi. Gegen die Mannschaft aus Thüringen stand es nach regulärer Spielzeit 1:1. Am Ende setzten sich die Duisburger mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Torhüter Yüksel Kücük sicherte seiner Mannschaft mit einer starken Leistung das Weiterkommen.
Und danach triumphierten die Spieler auch noch im Halbfinale. Rund 30 Fans aus dem Ruhrgebiet feierten ihre Mannschaft. Eltern der Nachwuchsfußballer waren zum Turnier nach Berlin gefahren. Auch ehemalige Lehrer saßen auf der Tribüne, darunter die langjährige stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule Meiderich. „Wir hatten vor Ort eine super Unterstützung“, berichtet Sebastian Keil.
Siegerpokal geht nach Sachsen-Anhalt
Im Finale ließ die NRW-Sportschule Duisburg einige Chancen auf das Führungstor aus. Zur Pause stand es 0:0. Am Ende jubelte das Sportgymnasium Magdeburg. Das Team nahm den Siegerpokal mit in die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt.
Die Spieler des neuen Deutschen Meisters treten demnächst wieder geschlossen für den 1. FC Magdeburg in der Nachwuchs-Bundesliga an. „Das zeigt, dass die ganz andere Vorrausetzungen haben“, sagt Sebastian Keil. „Wir können absolut stolz sein, was wir in Berlin erreicht haben.“
Mit diesem Team holte die NRW-Sportschule Duisburg die Vizemeisterschaft: Abdullah Can Sahin, Ali Osmani, Alican Sabanci, Arda Asil, Aron Imeri, Behlül Demirhan, Esad Dilek, Lenny Kruszewski, Mehmet Isikyildiz, Mert Kilic, Mert Tasdemir, Noel Uzaldi, Salih Canim, Tugra Erkan, Yüksel Küküc sowie die Betreuer Christian Reuter, Sebastian Keil, Julien Schneider und Gunnar Risch.
Auf ins große Abenteuer: Voller Vorfreude startete die Mannschaft der NRW-Sportschule Duisburg mit dem Zug nach Berlin. Foto: privat
Ihre Spiele bestritten die Duisburger Fußballer im Berliner Olympiapark. Foto: privat