World Games: Kanupolo-Asse aus Duisburg spielen um die Medaillen

Ende Juli stand Mirko Günther auf der Tribüne an der modernisierten Regattabahn in Duisburg. Der Leiter der weltbekannten Sportanlage sah die packenden Ruder-Wettkämpfe bei den World University Games. Nach dem Ende der Großveranstaltung begannen für Günther dann die Vorbereitungen auf das nächste Sportereignis.

Am Freitag fliegt der Duisburger nach China: In der 21-Millionen-Einwohner-Metropole Chengdu laufen noch bis zum 17. August die World Games. Zum Programm des Events für nicht-olympischen Spitzensport gehört auch Kanupolo. Und Günther ist als Bundestrainer der deutschen Frauen-Mannschaft dabei.

Kanupolo-Wettbewerbe mit fünf Duisburgern

Überhaupt ist die SPORTSTADT DUISBURG bei den Kanupolo-Wettbewerben stark vertreten: So steht Katharin Grünewald vom 1. Meidericher Kanu-Club im deutschen Kader. Trainer der deutschen Männer ist Björn Zirotzki, der mit Mirko Günther die Duisburger Bundesliga-Mannschaft betreut. Der Coach kennt daher auch die Nationalspieler Erik Beukenbusch und Tim Riecke sehr gut. Beide sind im Ligabetrieb für den Klub aus Duisburg aktiv.

Die Nationalteams aus Deutschland gehen mit hohen Ambitionen ins Wasser. „Das Halbfinale ist unser Minimalziel“, sagt Mirko Günther vor dem Beginn der World Games. Dafür muss seine Auswahl in einer Gruppe mit Neuseeland, dem Iran und Gastgeber China mindestens Zweiter werden. Am 13. August hat Deutschland sein erstes Spiel: Dann kommt es zum Duell mit Weltmeister Neuseeland. Der Veranstalter überträgt die Wettkämpfe in einem eigenen Stream.

Männer-Team gewann zuletzt zwei große Titel

Die Männer gehören zu den Titelfavoriten. 2023 gewannen die Sportler in den Booten mit schwarz-rot-goldener Fahne bei den World Games den Titel. Zudem ist Deutschland aktueller Weltmeister. In der Gruppenphase trifft Björn Zirotzkis Team am 13. August zunächst auf Italien, später wartet Großbritannien und am Ende kommt es zum Duell mit China.

Mirko Günther erwartet in den nächsten Tagen ein straffes Programm. „Wir müssen mit der Zeitumstellung klarkommen, unser Material vor Ort prüfen und dann die Gegner scouten“, erklärt der Bundestrainer. Er hofft aber, dass etwas Zeit bleibt, sich andere Wettkämpfe anzuschauen.

Max Milde aus Duisburg startet im Wakeboard-Wettkampf

In Chengdu starten auch weitere Athleten aus der SPORTSTADT DUISBURG – wie Max Milde, Wakeboard-Weltmeister von 2022. Mirko Günther wird ihm bestimmt über dem Weg laufen. Die Unterkünfte liegen nah beieinander. „Das ist vergleichbar mit einem Olympischen Dorf“, sagt der Kanupolo-Experte aus Duisburg.

Mirko Günther hätte nichts dagegen, am Ende im Deutschen Haus eine Medaille zu feiern. Eine exzessive Party wird es aber nicht geben. Denn nach den World Games beginnen die Vorbereitungen für das nächste Großereignis: Vom 8. bis zum 14. September steigen die Kanupolo-Europameisterschaften im französischen Avranches.

2026 heißt es: Kanupolo-Weltmeisterschaften in Duisburg

Das Großereignis im Jahr 2026 ist für Mirko Günther dann ein Heimspiel. Die SPORTSTADT DUISBURG richtet vom 15. bis zum 20. September die Kanupolo-Weltmeisterschaften aus. Schauplatz der Wettkämpfe ist die Regattabahn. „Auf das Turnier an meinem Arbeitsplatz“, sagt Günther, „freue ich mich jetzt schon.“

Zu den Stützen in der deutschen Männer-Nationalmannschaft gehört Tim Riecke vom 1. Meidericher Kanu-Club. Foto (oben): Imago

Regattabahn-Leiter und Bundestrainer: Mirko Günther aus Duisburg betreut die deutschen Kanupolo-Frauen bei den World Games in Chengdu. Foto: Eugen Shkolnikov / Duisburg Kontor