Jugendsport-Stiftung schüttet 9.000 Euro an Duisburger Talente aus

Helen Böhm hat ihre Pirouetten schon auf großer Bühne gedreht. Die junge Eiskunstläuferin vom DSC Kaiserberg aus Duisburg gewann 2025 unter anderem den Westfalen-Cup in Dortmund. Bei den Deutschen Meisterschaften in Oberstdorf verpasste die 13-Jährige als Fünfte ganz knapp das Podium. Auch bei internationalen Wettkämpfen geht die Schülerin des Steinbart-Gymnasiums regelmäßig aufs Eis.

Lea-Sophie Gsell ist ebenfalls erst 13 Jahre jung. Auch sie ist als Sportlerin im In- und Ausland unterwegs. Das Talent des SRC Duisburg gehört zu den besten deutschen Squash-Spielerinnen ihrer Altersklasse. Ihr Land vertrat sie 2025 unter anderem bei der U15-Team-Europameisterschaft im französischen Bordeaux.

Duisburger Jugendsport-Stiftung fördert hoffnungsvolle Talente

Die Eiskunstläuferin Helen Böhm und die Squash-Spielerin Lea-Sophie Gsell standen nun im Mittelpunkt einer Ehrung im Duisburger Rathaus. Die Duisburger Jugend-Sportstiftung verteilt jährlich eine Prämie an hoffnungsvolle Talente aus der Stadt.

Der Stadtsportbund (SSB) verwaltet das Geld, das aus einer Spende der Thyssen AG in Höhe von 225.000 D-Mark stammt. Seit der ersten Ausschüttung im Jahr 1994 wurden circa 323.000 Euro an Fördergeldern verteilt.

Der Sportstiftungs-Beirat und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link als Vorsitzender entscheiden gemeinsam, wer mit dem Zinsertrag und zusätzlich gewonnenen Mitteln unterstützt wird. In diesem Jahr stellten sie insgesamt 9.000 Euro für die Talenteförderung bereit.

Sören Link empfängt die Talente im Rathaus

Helen Böhm und Lea-Sophie Gsell sind die beiden ausgezeichneten Einzelsportlerinnen. Zudem gab es noch Schecks für vier Vereine sowie Nachwuchs-Teams eines Klubs. Zu Beginn der Feier im Rathaus sprach Sören Link erstmal über die Bedeutung der Veranstaltung. „Ich freue mich, dass wir am Ende des Jahres gerade diese Ehrung haben“, sagte der Oberbürgermeister. „Sie unterstreicht, wie wichtig die Kinder- und Jugendförderung in unseren Vereinen ist.“

Dann übergab Link das Wort an Uwe Busch. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele junge Sportler ausgezeichnet, die später zu Nationalspielern wurden oder an Olympischen Spielen teilgenommen haben“, sagte der scheidende SSB-Geschäftsführer.

Levent Tuncat schaffte es bis zu Olympia

Levent Tuncat erhielt Anfang der 2000er-Jahre auch eine Förderung durch die Jugend-Sportstiftung. Der Taekwondo-Kämpfer aus Duisburg schaffte es im Laufe seiner Karriere zweimal zu Olympischen Spielen. Tuncat war bei der jüngsten Ehrung auch wieder im Rathaus. Er ist Vorsitzender beim Verein LT Sports. Die Jugendsport-Förderung bedachte auch Tuncats Taekwondo-Talente.

Auch die Wasserballer des ASC Duisburg, die Kanuslalom-Riege des KSV Wedau und die Squash-Abteilung des SRC Duisburg bekamen einen Scheck für ihre Nachwuchsarbeit. Und die weiblichen Hockey-Nachwuchsteams vom Club Raffelberg durften auch mit aufs Foto mit Oberbürgermeister Sören Link.   

SSB-Vorstandsmitglied Sandra Niedzwiedz, SSB-Geschäftsführer Uwe Busch (hinten, Mitte) und Oberbürgermeister Sören Link (hinten, rechts) zeichneten die Nachwuchssportlerinnen Helen Böhm (vorne, links) und Lea-Sophie Gsell (vorne, rechts) aus. Foto oben: Denis de Haas / Duisburg ist echt

Olympia-Teilnehmer Levent Tuncat fördert bei LT Sports junge Talente – wie Hilal Ayar. Foto: Denis de Haas / Duisburg ist echt