FISU-Schlussfeier in Duisburg: „Eine ganze Region hat aufgeblüht“

Der Song „Now & Together“ begleitete die Sportfans durch die Tage der FISU World University Games. Am Sonntag ertönte das Lied noch einmal in der Kraftzentrale. In der großen Halle im Landschaftspark Duisburg-Nord kamen Sportler und Offizielle zur großen Schlussfeier zusammen.

Auf den großen Leinwänden konnten die Gäste noch mal die Höhepunkte der Welthochschulspiele sehen. Auch Szenen aus der SPORTSTADT DUISBURG kamen in dem Film prominent vor. Hier fing am 16. Juli alles an – mit der großen Eröffnungszeremonie in der Schauinsland-Reisen-Arena.

Duisburg sieht Gold für Deutschland im Wasserball und Beachvolleyball

Insgesamt 15 Medaillen-Entscheidungen fielen danach in der Ruhrgebietsstadt: Bei den Wasserball-Wettbewerben auf der Anlage des ASC Duisburg holte Deutschland in packenden Spielen Gold und Bronze. Im vollbesetzen Center Court im Sportpark Duisburg schlugen die Beachvolleyballer auf. Das Duo Maximilian Just und Philipp Huster begeisterte das Publikum – und gewann den Titel. Und zum Abschluss der Wettkämpfe feierten Fans aus aller Welt auf die Entscheidungen auf der modernisierten Regattabahn.

Am Schlusstag war es auch an der Zeit, Bilanz zu ziehen. 8500 Athleten aus 153 Nationen waren zu Gast in der Region Rhein-Ruhr und Berlin. Insgesamt gab es 234 Medaillenentscheidungen. Das deutsche Aufgebot belegte im Medaillenspiegel Rang sechs. Mehr Podestplätze sammelten Japan, China, die USA, Südkorea und Italien.

Oberbürgermeister Sören Link spricht von großartigen Spielen

Leonz Eder beendete die Veranstaltung – nicht ohne zuvor die Gastgeber zu loben. „Die Spiele in Rhein-Ruhr und Berlin wiesen ein hohes sportliches Niveau auf und werden als nachhaltige, inklusive Veranstaltung in Erinnerung bleiben“, sagte der FISU-Präsident. Auch Sören Linke schwärmte. „Es waren großartige Spiele, die ganze Region hat aufgeblüht“, sagte Duisburgs Oberbürgermeister.

Er stand bei der Schlussfeier auf der Bühne. Link trug eine Grubenlampe, die als Symbol für die Malocher-Vergangenheit der Region steht. Nach dem offiziellen Teil zog der SPD-Politiker noch weiter – von der Kraftzentrale zum Bunkervorplatz. Dort hatte die Hamburger Elektropop-Band Deichkind ihren großen Auftritt. Bei Songs wie „Leider geil“, „Bück dich hoch“ und „Krawall und Remmidemmi“ tanzten die Fans und trotzen den Regenschauern.

Während die Abbauarbeiten an den Sportstätten laufen, beginnen aber schon die Vorbereitungen auf die nächsten Großereignisse. Im Jahr 2026 richtet Duisburg die U23-Weltmeisterschaften im Rudern und die Kanupolo-Weltmeisterschaft aus. Und vielleicht wird es künftig noch eine Nummer größer.

Das große Ziel: Olympia in der Rhein-Ruhr-Region

„Die University Games machen Freude auf mehr. Es bleibt unser Ziel, die Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland auszutragen“, sagte Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Ehrenamt und Sport, am Schlusstag. Sollte das Fünf-Ringe-Spektakel im Jahr 2036, 2040 oder 2044 in die Rhein-Ruhr-Region kommen, wäre die SPORTSTADT DUISBURG beim Rudern, Kanu und Fußball mit dabei.

Nach der Schlussfeier machte Deichkind noch eine große Party auf dem Bunkervorplatz. Foto: Eugen Shkolnikov / Duisburg Kontor