U23-WM im Rudern bringt die Olympiastarter von morgen nach Duisburg
Wenn im Sommer 2026 die besten Nachwuchsruderer der Welt nach Duisburg reisen, wird die Regattabahn einmal mehr zum Mittelpunkt des internationalen Rudersports. Die Veranstalter erwarten bei den U23-Weltmeisterschaften rund 1000 Athleten aus etwa 50 Nationen im Ruhrgebiet.
Große Rudernationen wie die USA, Australien und Neuseeland schicken ihre Teams nach Duisburg. Aber auch Länder wie Paraguay, Moldawien oder Somalia haben gemeldet. Vom 23. bis zum 26. Juli will die SPORTSTADT DUISBURG einmal mehr zeigen, warum die Regattabahn seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Standorten des internationalen Rudersports gehört.
U23-WM im Rudern: Wichtiger Schritt auf dem Weg zu Olympia
Wer einmal erlebt hat, wie die Boote auf den letzten Metern um Medaillen kämpfen und sich das Publikum auf den Tribünen erhebt, versteht schnell, warum diese Titelkämpfe für viele junge Athleten prägende Momente ihrer Karriere sind. Für manche ist die U23-WM zugleich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Olympia.
Paul Scholz saß bei den Nachwuchs-Titelkämpfen bereits mehrfach selbst im Boot. Der 22-Jährige vom Duisburger Ruderverein startete schon im italienischen Varese, im bulgarischen Plowdiw und im kanadischen St. Catharines. „So ein Event ist großartig, die Tribünen sind voll, man misst sich mit Sportlern aus aller Welt und trifft sie nach dem Wettkampf“, erzählt Scholz, der in diesem Jahr altersbedingt zuschauen muss.
Begeisterung fürs Rudern liegt in der Familie
Seine Begeisterung für den Rudersport kommt nicht von ungefähr. In der Familie Scholz gehört das Rudern seit Jahren dazu: Auch seine jüngeren Geschwister Alexander und Charlotte sitzen im Boot, Vater Martin war ebenfalls aktiver Ruderer.
Zuletzt hat Paul Scholz eine Pause vom klassischen Rudern eingelegt. Er widmete sich dem Küstenrudern – einer spektakulären Trendsportart auf dem Meer und in der Brandung. Doch die Gedanken an die traditionelle Regattastrecke lassen ihn nicht los. „Ich bin in einem Alter, in dem ich alle meine Ziele noch erreichen kann“, sagt der Medizinstudent. „Und natürlich habe ich immer von einer Olympia-Teilnahme geträumt.“
Auch seine Vereinskollegin Annika Rychwalski steht gerade am Anfang ihrer Karriere. Die 17-Jährige gehört bereits dem Bundeskader an. Täglich trainiert sie im Sportpark Duisburg, wo im Juli die besten Nachwuchs-Ruderer der Welt zu Gast sein werden. „Auf der Regattabahn und dem Parallelkanal haben wir klasse Bedingungen“, sagt Rychwalski.
Starterin in Plowdiw statt Zuschauerin in Duisburg
Im Sommer wird sie allerdings nicht auf ihrer Heimstrecke starten. Für eine Teilnahme an der U23-WM ist die Schülerin noch zu jung. Stattdessen hat sie ein anderes internationales Ziel im Blick: Sie möchte Deutschland bei der U19-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plowdiw vertreten. „Dazu muss ich mich aber zunächst intern qualifizieren“, sagt Annika Rychwalski. „Ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffe.“
Während in Duisburg die älteren Jahrgänge um Medaillen kämpfen, könnte sie bereits im Trainingslager für ihre eigene Weltmeisterschaft sein: Annika Rychlawski würde sich dann auch auf ihrer eigenen Bühne mit den Stars von morgen messen.
Paul Scholz vom Duisburger Ruderverein saß schon bei drei U23-Weltmeisterschaften im Boot. Foto: Eugen Shkolnikov / SPORTSTADT DUISBURG