Duisburg bewegt sich 2026: Raus aus der Halle, rein in die City

Zoe Rodehüser (23) zieht die Knieschoner fest, Artes Simsek (16) steckt die Hände in die Handschuhe. Dann gehen die beiden in Position. Tritt, Schlag, Deckung – die Bewegungen sitzen. Für einen Moment könnte man meinen, man sei in einer Muay-Thai-Halle. Doch der Schauplatz passt nicht ganz dazu: Rodehüser und Simsek stehen mitten auf der Königsstraße.

Normalerweise trainieren die beiden bei Muay Thai Duisburg in der Halle. Nun zeigen sie mitten in der Innenstadt, was in ihrem Verein passiert. Sie sind Teil von „Duisburg bewegt sich“, jener Mitmach-Veranstaltung, mit der der Stadtsportbund Duisburg alljährlich im September den Sport aus den Vereinsheimen und Trainingsstätten in die City holt.

Duisburg bewegt sich: Eine lieb gewonnene Tradition

„Für uns ist die Teilnahme lieb gewonnene Tradition“, sagt Kerstin Buckes, Vorstandsmitglied von Muay Thai Duisburg. „Wir wollen raus zu den Menschen kommen.“

Das gilt an diesem Tag für zahlreiche Vereine und Fachschaften. Rund 45 Teilnehmer sind dabei. Wer durch die Innenstadt schlendert, kann nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden. Bei der Leichtathletik-Abteilung von Eintracht Duisburg geht es in den Startblock, am Stand der Tischtennis-Fachschaft kommt es zu Ballwechseln. An der Boulderwand der Duisburger Sektion des Deutschen Alpenvereins geht es dagegen hoch hinaus.

Stadtsportbund will die Bandbreite des Sports zeigen

„Die Trainingsplätze der Vereine sind oft nicht einsehbar, in eine Halle kommt man als Außenstehender nicht einfach mal so“, sagt Christoph Gehrt-Butry, Geschäftsführer des Stadtsportbunds Duisburg. „Deshalb wollen wir an diesem Aktionstag die Bandbreite des Sports mal zeigen.“

Und die ist groß. Auf der Bühne führt Moderator Bülent Aksen durch ein sportliches Programm. Die Turn-Abteilung des MSV Duisburg zeigt eine Hula-Hoop-Choreografie, die Showakrobatik-Gruppe „Fliegende Homberger“ bringt ihre Kunststücke auf die Bühne. Auch die Muay-Thai-Kids zeigen, was sie gelernt haben.

Duisburg Kontor macht auf „10×2000“ aufmerksam

Doch „Duisburg bewegt sich“ will nicht nur Lust auf Sport machen. Duisburg Kontor nutzt die Veranstaltung, um auf die Social-Media-Aktion „10×2000“ aufmerksam zu machen, mit der Vereine finanziell unterstützt werden.

Auch das Awareness-Team des Stadtsportbunds und des Jugendamts der Stadt Duisburg ist vor Ort. Die Initiative ist ansprechbar, wenn Besucherinnen und Besucher Unterstützung benötigen. „Unsere Helferinnen und Helfer hören zu und versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden“, sagt Gehrt-Butry.

Und der Stadtsportbund hat noch eine erfreuliche Zahl zu verkünden: Mehr als 105.000 Menschen sind mittlerweile in einem Duisburger Sportverein angemeldet. Vielleicht kommt nach diesem Samstag noch der eine oder andere dazu. Wer beim Rundgang durch die Innenstadt eine neue Leidenschaft entdeckt, kann in den kommenden Tagen einfach mal beim Probetraining vorbeischauen.

Zoe Rodehüser (rechts) und Artes Simsek zeigen die thailändische Kampfkunst Muay Thai. Foto: Denis de Haas / Duisburg ist echt