Deutschland jubelt bei Heim-WM der U23: Duisburg begeistert die Ruderwelt
Zwei Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen: Der Deutsche Ruderverband hat die World Rowing Under 23 Championships auf der modernisierten Regattabahn Duisburg mit einer erfolgreichen Bilanz beendet. Vor heimischem Publikum sorgten vor allem die Weltmeistertitel von Maximilian Rühling und Naveen Alexander Shah im Doppelzweier sowie Nathalie Sendjuk im Leichtgewichts-Einer für große Jubelszenen.
Besonders emotional wurde es am Schlusstag, als die neuen Weltmeister ihre Medaillen präsentierten und die Unterstützung von den Rängen genossen. „Die Stimmung auf der Tribüne war richtig stark, die Unterstützung war enorm. Es macht riesigen Spaß – und hier zu gewinnen, ist einfach enorm cool“, sagte Maximilian Rühling nach seinem Erfolg.
Rudern: Doppelvierer mit spektakulärer Aufholjagd
Auch die deutschen Silbermedaillen im Männer-Doppelvierer und Männer-Doppelzweier sorgten für Begeisterung. Beim Rennen des Doppelvierers trug die lautstarke Unterstützung der Fans die Gastgeber zu einer spektakulären Aufholjagd. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, vor diesem tollen Publikum noch die Aufholjagd zu schaffen“, sagte Schlagmann Mads Schmied.
Doch nicht nur die sportlichen Leistungen prägten die vier WM-Tage. Die modernisierte Regattabahn mit neuer Tribüne, neuem Regattahaus und Zielturm erwies sich als würdige Bühne für den internationalen Rudernachwuchs. Rund 1.000 Athletinnen und Athleten sowie Betreuerinnen und Betreuer aus rund 50 Nationen waren nach Duisburg gekommen.
Internationales Ereignis auf modernisierter Regattabahn
Bereits bei der Eröffnungsfeier wurde deutlich, wie international das Ereignis war: Teams aus aller Welt zogen mit ihren Nationalflaggen auf die Anlage ein und sorgten für einen besonderen Moment. Während der Wettkämpfe setzten die Fans ihre eigenen Akzente. Australische Anhänger feuerten ihr Team mit einem aufblasbaren Känguru an, aus dem Schweizer Block waren immer wieder Kuhglocken zu hören. Die deutschen Fans sorgten mit schwarz-rot-goldenen Fahnen für Heimspielatmosphäre.
Auch die Athletinnen und Athleten selbst zeigten sich beeindruckt. Der Neuseeländer Charles Beale lobte die Bedingungen in Duisburg: „Die Strecke ist wunderschön und die Anlage mit der großen Tribüne spitze. Hier macht es wirklich Spaß zu rudern.“
Lob für Duisburg und die Organisatoren
Dass die Weltmeisterschaften erfolgreich durchgeführt werden konnten, war auch ein Verdienst der zahlreichen Helferinnen und Helfer. Rund 200 Ehrenamtliche unterstützten die Veranstaltung und sorgten gemeinsam mit dem Organisationsteam für einen reibungslosen Ablauf.
World-Rowing-Präsident Jean-Christophe Rolland zog bei der Abschlussfeier ein positives Fazit: „Ich möchte allen danken und unsere aufrichtige Wertschätzung gegenüber allen ausdrücken, die zum großen Erfolg dieser Weltmeisterschaften beigetragen haben. Mein besonderer Dank gilt den regionalen Verantwortlichen, der Stadt Duisburg und allen Partnern für ihre unschätzbare Unterstützung.“
Drei Top-Events in den kommenden Jahren
Mit der U23-Weltmeisterschaft hat die modernisierte Regattabahn ihre erste große internationale Bewährungsprobe bestanden. Duisburg hat einmal mehr gezeigt, warum die traditionsreiche Strecke weltweit einen hervorragenden Ruf genießt. Die nächsten internationalen Höhepunkte stehen bereits fest: 2027 machen die Internationale Wedau-Regatta und der Kanu-Weltcup Station an der Regattabahn, 2028 kehrt der Rudersport mit einem Weltcup zurück.
Holte Gold für Deutschland: Nathalie Sendjuk war im Leichtgewichts-Einer nicht zu schlagen. Teaserfoto: Eugen Shkolnikov / SPORTSTADT DUISBURG
Fans aus Portugal und Griechenland feierten gemeinsam in Duisburg. Foto: Eugen Shkolnikov / SPORTSTADT DUISBURG