Blick nach vorn: Club Raffelberg vor der Hockey-Hallensaison
Für die Hockey-Damen des Club Raffelberg hat die Winterpause begonnen – und Trainerin Susi Wollschläger blickt weitgehend positiv auf den bisherigen Verlauf der Bundesliga-Feldsaison zurück: „Wir haben uns in den meisten Spielen sehr gut geschlagen, bekommen aber zugleich zu viele Tore rein. Hätte man uns aber vor der Hinrunde gesagt, dass wir am Ende sechs Punkte haben würden, wären wir schon sehr zufrieden gewesen.“
Wollschlägers Team musste am Allerheiligen-Wochenende zwei Niederlagen einstecken. Einem 0:5 (0:1) gegen den Spitzenreiter und Titelanwärter Mannheimer HC folgte tags darauf ein 1:2 (1:2) gegen den Münchner SC, immerhin ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. „Dass wir gegen München nicht gewonnen, oder zumindest unentschieden gespielt haben, war natürlich ärgerlich“, sagt die Trainerin.
Hockey: Gegen den Mannheimer HC überzeugt
Es wäre noch mehr drin gewesen. Das zeigten auch die spannenden Partien vor Heimpublikum zum Ende der Hin- und zum Auftakt der Feldhockey-Rückrunde. Gegen die hochfavorisierten Mannheimerinnen hielt der Club Raffelberg sehr gut mit und überzeugte mit einer starken Verteidigungsleistung.
Bis kurz vor Schluss hielt das Team ein 0:2 – dann trafen die Badenerinnen allerdings innerhalb weniger Minuten gleich drei Mal. Im Spiel gegen München ging Raffelberg bereits nach drei Minuten durch Giulia Funkel mit 1:0 in Führung. Doch danach lief es nicht mehr richtig rund. „Für uns ist es nun wichtig, dass wir nicht zurück – sondern nach vorne schauen“, sagt Wollschläger. „Und wir sind alle froh, dass wir bis zum Beginn der Hallensaison eine kurze Pause einlegen können.“
Das Torverhältnis des Club Raffelberg beträgt aktuell 12:41. „Das liegt eher an einer gewissen Unsicherheit im Team, nicht an unserer Torhüterin“, stellt Susi Wollschläger klar. „Aber da arbeiten wir dran.“
Sophia Wegener fliegt nach Santiago de Chile
Die Leistungen der Torfrau des Club Raffelberg hat auch der Deutsche Hockey-Bund positiv wahrgenommen: Sophia Wegener, Jahrgang 2004, wurde erst vor wenigen Tagen vom Deutschen Hockey-Bund für den Kader der U21-Weltmeisterschaft in Santiago de Chile nominiert. Die internationale Nachwuchs-Elite trifft sich vom 1. bis 14. Dezember 2025 in der südamerikanischen Metropole. „Wir sind sehr stolz auf Sophia“, sagt Trainerin Wollschläger. „Zugleich bedauern wir, dass sie uns nun in der Halle fehlen wird.“
Der Auftakt in der Hallenhockey-Bundesliga ist für die Raffelberg-Damen am Freitag, dem 28. November. Die Heim-Partie in der SPORTSTADT DUISBURG gegen Rot-Weiß Köln beginnt um 19.30 Uhr. Weitere Gegner in der Gruppe West sind der HTC Uhlenhorst Mülheim, der Düsseldorfer HC, der Bonner THV und der DS Düsseldorf. Die Punktrunde endet am 25. Januar 2026. Die Tabellen-Ersten und Tabellen-Zweiten der vier Gruppen qualifizieren sich für die im K.o.-System gespielte Endrunde.
Auf dem Feld startet der Club Raffelberg nach der Winterpause auswärts: Am 21. März 2026 sind die Duisburgerinnen zu Gast beim UHC Hamburg. „Unser Ziel für die weitere Saison“, sagt Susi Wollschläger, „ist der Klassenerhalt“.
Traf zuletzt gegen München: Guilia Funkel vom Club Raffelberg. Foto: imago (Foto oben)
Für Milia Landmesser und Co. geht es nun wieder in die Halle. Foto: Club Raffelberg